Tuesday, November 27. 2007
"Pot au Noir" liegt hinter uns. Es ist die intertropische Zone, in der die Winde der nordlichen und suedlichen Hemisphere sich gegenseitig annulieren, und damit Platz schafft fuer gewaltige Windboen und Regenschauer. Extreme und unlogische Bedingungen! - beeindruckend und beaengstigend zugleich, in welcher Schnelligkeit tief schwarze Gewitterwolken angeflogen kamen, und sich ueber uns mit bis zu 40 Knoten sturmigen Wind entluden. Augenblicke spaeter - totale Windstille, aber staendige Kreuzsee. Segel rauf, Segel runter, ein Manoever nach dem Anderen! Und das ganze ging 3 Tage und Naechte lang so, 24h rund um die Uhr. Unsere Schlafzeit und Ruhephase reduzierte sich auf 3 Stunden.
Wir behielten immer unser Radar im Auge, und suchten den Horizont nach diesen Monstern ab. Denn wenn man hier zu langsam reagiert, dann kracht es!
Und bei uns krachte es!
In der Nacht auf den 24. riss das Grossfall des Grossegels (die Schnur, die das Segel hebt), und das Grossegel schoss ungbremst aus 19 m Hoehe (Masthoehe) in unser Cockpit. Wir befanden uns gerade im Inneren, und dachten uns im ersten Moment;
"Mastbruch - jetzt sei Endstation"!
Nach einer kurzen Observation der Situation: OK - wer klettert jetzt mitten in der Nacht bei Seegang und Gewitter den Mast hoch, um die "Scheiss Schnur" auszutauschen? Wir zockten! David zog das kuerzere wasserfeste Streichholz, legte den Klettergurt an, und begann seinen Aufstieg. Ich sicherte ihn natuerlich von unten ab. Und jetzt haltet euch fest! Ich muss das einfach schreiben (Excusez moi, David): Oben angekommen, fing es ploetzlich an Kartoffelpuree zu regnen! Der Leidtragende war aber ich, denn ich stand unten und bekam das Ganze auf den Deckel.
Nach der Reparatur, setzten wir wieder rasch und rechtzeitig die Segel, um Fahrt zu machen. Bei Stillstand des Bootes, ist man hilflos den Naturgewalten ausgesetzt. Wir drehten uns mit Mowgli abermale im Kreise, und die Wellen schwappten erbarmungslos ueber uns hinweg. Wir waren mit unseren Kraeften am Ende, hatten aber die brenzlige Situation gut gemeistert. Das Saeubern des Decks uebernahm der naechste Regenschauer.
Was fuer ein Abenteuer, und dieses Abenteuer heisst Equator!
soeben ueberquerten wir bei 0°00' und 26°55' W den Equator, und tranken nach Seemannsbrauch unsere kleine Champagnerflasche.
Wir sind halb betrunken... fehlendes Training!?
Wir sind froh, diese Zone des Atlantiks verlassen zu haben!
Es liegen noch 1000 Seemeilen zwischen uns und Salvador da Bahia. Mit den Suedost Alizen erhoffen wir uns eine rasante Abfahrt und baldige Ankunft. Ma, Pa und Martial erwarten uns schon gespannt. Und David und ich freuen uns schon auf den Empfang, und aufs Festland.
die zwei fliegenden Fische,
Florian und David
Thursday, November 22. 2007
le nouvel Akilaria 9'50 sera dévoilé au Salon Nautique de Paris
sur le stand MC Tec - Kervilor-Vanek - Hall 1 - H 88
Frédéric MEUNIER, Directeur général du chantier MC TEC et Didier CORRE, Directeur général de Kervilor-Vanek
vous invitent au baptême officiel le vendredi 7 décembre à 19 h 30
en présence de son architecte Marc LOMBARD, de Jean-marie VIDAL Président de la Class 9,50
et des propriétaires d'Akilaria 40 revenus de la Transat Jacques Vabre
Monday, November 19. 2007
ich vermute mal, dass ihr alle schon in euren Betten schlummert.
Auf Mowgli hingegen, boomt das Nachtleben!
Spass beiseite! Eine Muetze Schlaf wuerde mir jetzt auch gut tun. Ich sitze gerade am Navigationstisch, und betrachte und ueberwache unsere Kursdaten. Soeben habe ich das Funkgeraet leiser gestellt. Auf Kanal 16 lausche ich einer Unterhaltung zweier Besatzungsmitglieder eines pakistanischen oder indischen Frachtschiffes, das ganz in unserer Naehe sein muesste. Ich verstehe nicht viel von dem Getratsche, aber es haelt mich zumindest wach. Die Nacht ist sonst eher ruhig. Der Wind hat wieder einmal abgeflaut, und weht jetzt aus nordlicher Richtung, was uns nicht gerade jubeln laesst. Wir laufen unter Spinaker bei 8 Knoten Wind bei nahezu gleicher Fahrt, und versuchen, den bestmoeglichen direkten Kurs zu segeln. Aber allen Anschein nach, werden wir wohl diese Nacht halsen, und mit dem unser ganzes Material und Gewicht an Bord verlagern muessen. Man verlagert das Material bei lauhen Wind zur Lee -, bei staerkerem Wind zur Luvseite, bei Amwindkursen nach vorne, bei Raumschotkursen nach hinten. Soviel dazu.
Gestern grosses whale - und shark watching.
Kein grosser, aber auch kein kleiner Wal schwamm einige hundert Meter von uns entfernt seine Bahnen. Bis er dann hoechstwahrscheinlich von uns genervt abtauchte, und uns zum Abschied seine maechtige Heckflosse praesentierte.
Den Hai hat David entdeckt, war wohl auf Raubzug, und als wir ihm zu Nahe kamen, entschloss er sich lieber zur Flucht. Besser und gesuender fuer ihn, denn ich haette nichts gegen ein leckeres Haifischsteak in der bratpfanne gehabt.
In der Zischenzeit war ich kurz draussen, Segelcheck und Zigarette, und musste dabei feststellen, dass die Luftfeuchtigkeit in den letzten Tagen aufallend zugenommen hat.
Wir naehern uns also langsam aber sicher dem equator an.
Und da hoere ich jetzt auch auf zu schreiben.
Bis bald,
Florian und David
Hier, a bord de Gonser Group, grande cérémonie !
Apres avoir siroté notre deuxieme bouteille de vin de 50 Cl, une idée nous a atteint l esprit.
Nous avons donc rédigé un mot en Anglais, mis nos coordonées et avons glissé le tout dans cette bouteille qui allait a son tour prendre la mer. Une video explicative a l appui, bien etanche nous avons rendu le bouchon et hop offert la bouteille a l Ocean.
Apres une journée sous le soleil,nous avons croisé une terre.
Vers 23H, Mowgli glissait paisiblement en direction de Tenerife, petit a petit le ciel s illuminait comme par enchantement.
Toute la nuit et jusqu au petit matin nous avons tricoté entre Teenerife et Gomera distantes de 20 milles environs.
C est a ce moment la que Florian et moi même nous sommes apercu que nous n etions pas seul au monde. Fini les etendus d eau a perte de vu, nous etions encerclé par la Terre au beau milieu de l Atlantique...
Et puis vers 10h ce matin, notre tigre retrouvait son terrain de jeu favori et laissait derriere lui cette civilisation fantome.
Depuis ce matin nous pointons notre etrave en direction des Iles du Cap Vert sous grand voile haute et genaker.
Pour finir, nous avons commencer la redaction d un livre de bord avec photos et mots d encouragements.
A bientot
Bisous salés
David et Florian
Sunday, November 18. 2007
nach einer nacht unter grossegel und gennaker bei 10 knoten fahrt, began mit dem sonnenaufgang auf mowgli ein tag voller spannender ereignisse:
mowgli, thalasso zentrum: salzwasser duschen, rasieren, cremen, manikuere, waesche waschen, deck schrubben...
mowgli, restaurant "chez giovanni" (zu ehren des fuehrenden): das menue, spaghetti bolognaise. délicieuse zubereitet und eine willkommene abwechslung zu unseren fertiggerichten.
mowgli, bibliothek: franzoesische romane (na super)..
mowgli, spielcasino: david versucht vergebens meinen rekord im spider solitaire zu schlagen.
mowgli, sport: trimmen der segel, um die maximale fahrt durchs wasser zu erreichen.
mowgli, taktik: bestimmen der idealen route anhand von wetterberichten und karten. was mit abstand das schwierigste von allem ist.
mowgli, schicksal: immer noch zu wenig wind heute, um meilen im rennen gut zu machen.
mowgli, magie: hokus pokus fidibus, bei uns an bord ist alles .... bestens!!!
auf unserer steuerbordseite senkt sich so langsam die sonne.
mowgli und wir segeln weiter suedwaerts den kapverden entgegen, in erwartung neues zu entdecken...
bis bald,
florian und david
oh, ich vergass euch mitzuteilen, dass wir in der nacht vom 13. auf den 14. an den kanarischen inseln vorbei gesegelt sind.
wir entschieden uns fuer die passage "gomera / teneriffa", um von den gegebenen boeneffekten zwischen naheliegenden inseln zu profitieren.
mit erfolg, auf einen schlag knallten von vorherigen 13 27 knoten von hinten in die segel, das rigg fing an zu knirschen, und die post ging ab! das bloede an diesem naturphenomen ist, dass es sich genauso schnell wieder verzieht... tja, sonst waeren wir vielleicht heute schon ein stueck weiter vorne.
Bonsoir,
Apres une nuit a 10 noeuds de moyenne sous grand voile haute et genaker, le petit matin se levait.
Comme chaque matin nous avons rincé le pont a l eau de mer.
Mowgli, centre de Thalasso: nous nous sommes douché a l eau de mer tres bon pour la peau, rasé, crèmé, lessivé nos vetements...
Mowgli restaurant: "Chez Giovanni" (en honneur au leader) au menu, pâtes a la bolognaise. Délicieusement preparé et changeant du lyophilisé.
Mowgli bibliothèque: lecture de roman.
Mowgli casino: David s'acharne à battre le record de Florian au jeu de carte.
Mowgli sport: reglage des voiles pour garder une bonne vitesse.
Mowgli tactique: trouver la meilleure route reste le plus difficile.
Mowgli maudit: encore peu de vent aujourd hui, ce qui n arrange rien au classement.
Mowgli magique: quelle ambiance ! quelle bonheur d etre sur l eau ! quelle chaleur ! quelle plaisir ! Quel duo chic et choc !!!
Dicton du jour: Douche du matin réveil le marin !
Sur notre tribord le soleil s efface pour laisser place à la lune.
A bientôt
David et Florian
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